Erfahrungs- und Forschungsfeld Inklusive Musikpädagogik

Derzeit empfehlen mehrere didaktische Modelle die Chance durch Gewährung von Bildung für alle und somit die Teilnahme und Teilhabe am gemeinsamen Gegenstand. Neben der lehrtheoretischen Didaktik (Schulz 1997) oder der systemisch-konstruktivistischen Didaktik (Reich 2002) ist hier vor allem das Modell der entwicklungslogischen Didaktik nach Feuser (Feuser 2001, 2013) zu nennen. In Kooperation miteinander wird, ausgehend von dem jeweiligen Entwicklungsniveau jedes Einzelnen und nach Maßgabe der gegebenen Handlungskompetenz, in der Arbeit am gemeinsamen Gegenstand auf die nächste, höhere Zone der Entwicklung abgezielt. In unserer inklusiv arbeitenden Band ist tatsächlich jeder gehalten, in die Gruppe hinein zu wachsen. Zudem erhalten Studierende hier die Möglichkeit, musikalische und soziale Erfahrung mit Inklusion im musikpädagogischen Kontext zu sammeln. Das Musizieren mittels Singen, Instrumentalspiel im Klein- oder Großensemble, das Klopfen von rhythmischen Patterns, Bodypercussion und Bewegung sind in der Band stets dialogisch-kommunikativ gerichtet. Dabei sind sowohl der Bandleader als auch die Studierenden immer auch Mitlernende. Diese personenzentrierte Pädagogik erkennt nach Feuser stets die Subjekthaftigkeit des Menschen im Sinne seiner Biografie an. Als Ziel steht, Bewusstseinsprozesse anzustoßen, die sich infolge des Paradigmenwechsels loslösen vom alten medizinischen Behindertenstatus hin zu einem der Gemeinschaft hin geöffneten sozialen Modell. Statt des ursprünglich hierarchischen, vertikalen Systems öffnen sich Lehre, Unterricht und Didaktik in der Musikpädagogik der Inklusion. Es gibt weder Ausgrenzungen noch Intoleranz. Mit der Arbeit in der Band All Stars inclusive wird die Inklusion quasi in die musikalische Praxis transportiert.

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