Chronik und Vorgeschichte des IMP


1947:
erstmals selbständige „Abteilung für Musikerziehung“ mit den Lehrgängen A „Schulmusik“ und B „Privatmusik“ (jetzige IGP), hervorgegangen aus der vormaligen „Abteilung für Kirchen- und Schulmusik“ der Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien

1962:
Einrichtung des „Akademischen Hauptseminars“ (Lehrgang B II) als höchste pädagogische Spezialausbildung und eines Seminars für „musikalische Volksbildung“ (Lehrgang C)

1965:
„Musikpädagogisches Forschungsinstitut“: Gründung durch Georg Pirkmayer, basierend auf der im Studienjahr 1964/65 konstituierten „Musikpädagogischen Forschungsgemeinschaft“. Institutsleitung ab Herbst 1966: Kurt Blaukopf

1966:
Einrichtung des Lehrgangs für „Instrumental- und Gesangslehrer“ B I

1967:
Einrichtung des Lehrgangs „Einführung in die Musik“ unter besonderer Berücksichtigung der Methode Grete Busch zur Hinführung begabter Kinder an den Musikerberuf

1969:
Umbenennung des Musikpädagogischen Forschungsinstituts in „Institut für Musiksoziologie und musikpädagogische Forschung“. Leitung: Kurt Blaukopf, ab 1987 Irmgard Bontinck

Ab 1970:
Organisationsreform: Einrichtung bzw. Ausbau der wissenschaftlichen Lehrkanzeln mit der Idee der Integration von Kunst und Wissenschaft in die Studien der Abteilung im Hinblick auf eine wissenschaftlich begründete Musikpädagogik für allgemeinbildende Schulen und Instrumental(Gesangs)-Unterricht

1973:
Einführung des Studienganges „Instrumentalmusikerziehung“ (IME)

1980:
Umbenennung der Lehrkanzeln von „Didaktik, Methodik und Praxis des Musikunterrichts an allgemeinbildenden höheren und mittleren Lehranstalten“ in „Lehrkanzeln für Musikpädagogik“

1980:
Inkrafttreten des neuen Studienplans für ME/IME auf der Grundlage des „Wiener Modells“ in der Schulmusikausbildung

1982:
Belegung des Palais Springer in der Metternichgasse 8

1982:
Einrichtung eines „Lehrgangs für Elementare musikalische Erziehung“ als Weiterführung des früheren Lehrgangs „Einführung in die Musik“ unter besonderer Berücksichtigung der Methode Grete Busch

1983:
Inhaltliche Erweiterung des Lehrgangs für Elementare musikalische Erziehung als möglicher Schwerpunkt des IGP-Studiums

1983:
Besetzung der 1. Lehrkanzel für Musikpädagogik durch Professor Alfred Litschauer (vormals vertreten durch Fachinspektor Herbert Wieninger und Gastprofessor Heinz Antholz)

1987:
Errichtung der Lehrkanzel „Didaktik der Musik“ im Rahmen des Studienganges „Instrumental- und Gesangspädagogik“

1988:
Inkrafttreten des neuen Studienplans für IGP rekurrierend auf die spezifischen Berufserfordernisse der Absolventen

1988:
Besetzung der 2. Lehrkanzel für Musikpädagogik durch Professor Franz Niermann (vormals vertreten durch Fachinspektor Eberhard Würzl und Gastprofessor Christoph Richter)

1988:
Besiedelung eines Teils des Salesianerklosters am Rennweg 8

1991:
Umbenennung der „Lehrkanzel für Didaktik der Musik“ in „Lehrkanzel für Instrumental-und Gesangspädagogik“ im Hinblick auf die spezifischen neuen Zielsetzungen des IGP-Studiums

1991:
Gründung des Instituts für Musikpädagogik (IMP)
zur Integration von Kunst, Wissenschaft und pädagogischer Praxis mit dem Schwerpunkt „Allgemeine Musikpädagogik/ Lehramt Musik“; Leitung des Instituts durch Professor Franz Niermann

1991:
Umwandlung der (eher informellen) Gruppe der „PraxislehrerInnen“ in den „Arbeitskreis für Unterrichtslehre“ (spätere MentorInnen) zur fachdidaktischen Betreuung der schulpraktischen Anteile des ME-/ IME-Studiums

1991 – 1997:
Projektgruppe „die kunst der stunde. Aktionsräume für Musik“ mit Großveranstaltungen in den Institutsräumen 1991, 1994 und 1995

1992:
Arbeitstagung: „Instrumentaler Gruppenunterricht – Notlösung oder Chance?“

1993:
Kongress „Jugend/kultur – Lebenswelten – Modernisierung“ gemeinsam mit dem Institut für Kulturstudien

1993:
Symposium „Elementare musikalische Erziehung – Vorbereitung auf den Instrumentalunterricht und/oder ganzheitliche musikalische Erfahrung für alle”

1994:
Besetzung der Lehrkanzel für Instrumental- und Gesangspädagogik durch Professor Peter Röbke innerhalb der Abteilung Musikpädagogik

1994:
Erweiterung des Lehrangebots im Bereich EMp: „Lehrgang für Elementare musikalische Erziehung (Kinder und Erwachsene)“ und „Lehrgang für Elementare musikalische Erziehung (Weiterbildung)“

1995 – 2001:
„accompagnato – Brücken zwischen Studium und Beruf des Musiklehrers“ als Weiterbildungsangebot für Studierende gemeinsam mit Musiklehrenden im Beruf (vgl. EU-Projekt Comenius)

1996 – 2002:
Einbindung des Praxis-und Forschungsbereichs Popularmusik von Harald Huber

1997:
Veranstaltungen des IMP anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Abteilung Musikpädagogik“: „Musik und Unterricht: ein Spannungsfeld“ und „Begegnungen: Das Institut für Musikpädagogik“

1998 – 2002:
Drittmittelfinanziertes Forschungsprojekt durch den Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank: „Lebenslinien – Berufswege. Musikerzieherinnen und Musikerzieher in verschiedenartigen Arbeitsfeldern“

2001 – 2004:
Drittmittelfinanziertes EU-Projekt Comenius (Sokrates-Programm Comenius 2.1 – Europäische Kooperationsprojekte für die Aus- und Fortbildung des Schulpersonals. Erstellung eines Kursmodells, basierend auf dem Weiterbildungsangebot „accompagnato“ und Implementierung an vier Musikhochschulen im europäischen Hochschulraum (Konzept und Koordination: IMP)

2001 – 2016:
Musikpädagogisches Zentrum (MPZ) als Einrichtung zur Vernetzung von Studium mit dem Beruf der Musiklehrerin/ des Musiklehrers: kontinuierliche Weiterbildungsangebote, Veranstaltungen und fachpolitscher Dialog

2002:
Ausbau des Instituts im Zuge der Universitäts-Organisationsreform, Eingliederung der Fachbereiche IGP, EMp sowie der MentorInnen im Bereich IGP und AMP (ehemaliger Arbeitskreis für Unterrichtslehre)

2003:
Kongress „Weiterbildung - lifelong developmentder Europäischen Arbeitsgemeinschaft Schulmusik (EAS)

2003:
Beginn der regelmäßigen Kooperation des Fachbereichs IGP mit dem niederösterreichischen Musikschulmanagement in Bezug auf die „Leiterakademie – Lehrgang für niederösterreichische Musikschulleiterinnen und Musikschulleiter

2004:
Umbenennung der „Lehrgänge für Elementare musikalische Erziehung (Kinder und Erwachsene)/ (Weiterbildung)“ in „Lehrgang für Elementares Musizieren“ und „Lehrgang für Elementare Musikpädagogik“

2004 – 2013:
Einrichtung des Lehrgangs „Berufsbegleitende Weiterbildung“ im Bereich Musikpädagogik mit Angeboten wie Supervision für Musikschullehrende, Qualitätsmanagement für Lehrende an Sekundarschulen und Vernetzungsangeboten für Studierende mit Lehrenden

2005:
Kongress „Youth, Music and Socialisation. Empirical Findings and Consequences for Music Education” gemeinsam mit dem Institut für Musiksoziologie

2005:
Gründung der Fortbildungsreihe „EMp-Forum Wien” zur Vernetzung von Studium und Berufsfeld

2005 – 2008:
Drittmittelfinanziertes Forschungsprojekt durch den Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank „Phasen in der beruflichen Entwicklung von Musiklehrerinnen und Musiklehrern“

2005 – 2010:
Lehrgang „invent event“ – Universitätslehrgang für Eventkommunikation

2006 – 2009:
Drittmittelfinanziertes Projekt durch SOKRATES Comenius-3-Netzwerk (Förderschiene der Europäischen Union) „Music Education Network (meNet). Ein europäisches Netzwerk der Kommunikation und des Wissensmanagements für musikalische Bildung“ (Konzept und Koordination: IMP)

2007 – 2010:
Drittmittelfinanziertes Projekt der Erasmus Netzwerke der europäischen Kommission „Polifonia – Erasmus Thematic Network for Music“: „Tendenzen des Musikerberufs und Perspektiven für die Musikerausbildung. Ein europäisches Netzwerk“

2009:
Symposium „Musizieren lernen – auch außerhalb von Unterricht? Formale und informelle Lern-/ Lehrprozesse bei der Entwicklung instrumentaler und vokaler Fähigkeiten“

2009:
Symposium „Von den Quellen zum Mehr – Musizieren in der Elementaren Musikpädagogik”

2009 – 2010:
Forschungsprojekt finanziert durch das Rektorat der mdw gemeinsam mit dem Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie „Bi-Musikalität und interkultureller Dialog. Bestandsaufnahme zum ‚bi-musikalischen‘ Potential der Studierenden der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien“

2010:
Gründung der inklusiv musizierenden Band „All Stars inclusive“

Ab 2010:
Leitung des Instituts durch Professor Peter Röbke in der Nachfolge von Professor Franz Niermann

Ab 2010:
Implementierung von inklusiver Musikschulpädagogik ins Masterstudium IGP

2010 – 2013:
Drittmittelfinanziertes Projekt durch den Österreichischen Fonds zur Förderung von wissenschaftlicher Forschung (FWF) „Ganztagesklasse für Ausdruck und Bewegung. Innovations- und Forschungsprojekt des Billrothgymnasiums Wien mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien“

2010 – 2012:
Drittmittelfinanziertes Projekt durch den Österreichischen Fonds zur Förderung von wissenschaftlicher Forschung (FWF) – Programm PEEK „Quo vadis – Teufelsgeiger“

2011 – 2012:
Drittmittelfinanziertes Projekt durch BMUKK & Kulturkontakt Austria „ecompose Austria. Schülerinnen und Schüler komponieren im Social Web - ein online-Kompositionsprojekt“

2012 – 2015:
Forschungsprojekt finanziert durch die mdw gemeinsam mit dem Institut für Musiksoziologie „Musik studieren – und dann? Zur beruflichen Situation von StudienabgängerInnen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien“

2012:
Symposium (im Rahmen des EMP-A Aktions-Tages) „Elementare Musikpädagogik und Rhythmik - Gemeinsamkeiten und Unterschiede” 

2013:
Symposium „Von klein zu groß – 30 Jahre EMp an der mdw”

2013 – 2015:
Drittmittelfinanziertes Projekt durch den Jubiläumsfond der Österreichischen Nationalbank (Projekt des educult, wissenschaftliche Begleitung durch IMP) „Lernen in, mit und durch Kultur. Ein partizipatives Forschungsprojekt zum kulturellen Kompetenzerwerb“

2014 – 2016:
Projekt finanziert durch das Rektorat der mdw in Kooperation mit der J.-S.-Bach-Musikschule „Begleitforschung zum Young Maters Projekt der mdw“

2014 – 2016:
Drittmittelfinanziertes Projekt durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung – Programm PEEK (Projekt im Rahmen von Sparkling Science) „digitalMUSICIANship. Digitales Klassenmusizieren – ein innovatives Konzept für den Musikunterricht“

2015:
Neubesetzung der „Professur für Musikpädagogik“ durch Professor Christoph Khittl in der Nachfolge von Professor Franz Niermann

2015:
Symposium „Musizieren als Herzstück des instrumentalen Gruppenunterrichts?“ in Kooperation mit der Anton-Bruckner-Privat-Universität Linz und der Hochschule für Musik und Theater Köln

Ab 2015:
Konzeption der neuen Weiterbildungslinie „IMPro“ als Schnitt- und Kontaktstelle von musikpädagogischen Studien und Musiklehrenden in verschiedenen Berufsfeldern

Ab 2015:
Drittmittelfinanziertes EU-Projekt „NAIP (New Audiences and Innovative Practice): Innovation in Higher Music Education“

2016:
Verleihung des Österreichischen Staatspreises „Diversitas“ an die Band „All Stars inclusive“

2016:
EMP- Symposium „Elementares Musizieren – stimmig und bedingungslos“ anlässlich des 60.Geburtstages von Ruth Schneidewind

2016:
Symposium „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Musikpädagogik?“ anlässlich der Neubesetzung der Professur für Musikpädagogik durch Christoph Khittl

2016:
Gründung der Institutsreihe „wiener reihe musikpädagogik“, Herausgabe des 1. Bandes: „Musik(unterricht) angesichts von Ereignissen“ durch Markus Hirsch (Hg.)

Ab 2017:
Drittmittelfinanziertes EU-Forschungsprojekt, Programm ERASMUS+/ Strategische Partnerschaft „Inclusive Pedagogy in Arts Europe“

2017:
Verleihung des Österreichischen Inklusions-Preises an die Band „All Stars inclusive“

2017:
Symposium „Nur ein Vorzeichenwechsel? Musikpädagogische (Neu-) Orientierungen im Spannungsfeld aktueller gesellschaftlicher Veränderungen“

2018:
Erweiterung der bisherigen Fachbereiche AMP, EMp und IGP durch den Bereich „Musik im Dialog - Musikvermittlung und Community Music“ sowie „Bildungswissenschaften in der Musikpädagogik“

2018:
Einrichtung des Forschungsbereichs INTERFACES │ MUSIC │ SCHOOL │ EDUCATION