INTERFACES – MUSIC | SCHOOL | EDUCATION


Musikalische Bildung ist vielfältig und individuell, herausfordernd und komplex, musikalisch-künstlerische Bildungswege daher divers. Im Mittelpunkt aller Akti​​​​​​​​​​​​​​vitäten und ​​​​​​​​​​​​​​Strategien steht die Schülerin bzw. der Schüler und deren individueller und möglichst ​​​​​​​wenig beschränk​​​​​​​ter Weg zu eigenständig​​​​​​​​​​​​​​en ​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​individuellen musikalisch-künstlerischen Persönlichkeiten. Musikalische Bildung wird als Teil des öffentlichen Bildungsauftrags von unterschiedlichen Institutionen angeboten, geht in ihrem umfassenden Verständnis jedoch über institutionellen Grenzen hinaus. ​​​​​​​

Music School Education widmet sich vorab Institutionen non-formaler musikalischer Bildung, deren Positionierung innerhalb der jeweiligen Bildungs- und Kulturlandschaft, aber auch deren Anknüpfung an formale und informelle musikalische Bildung in der allgemeinbildenden Schule, in autodidaktisch geprägten musikalischen Szenen, in der musikalische Jugendarbeit von Verbänden sowie an die lokale und regionale Kulturszene. Die Vielfalt und Komplexität der musikalischen Bildungsprozesse und deren institutionelle Schnittstellen werden mit Fokus auf die beteiligten Akteure strukturell und systematisch erforscht.

Ein besonderes Augenmerk liegt in Österreich auf den öffentlich finanzierten Musikschulen, sind diese doch wesentliche Akteure non-formaler Bildung, die vielfältige Arbeitsfelder für AbsolventInnen der Instrumental- und Gesangspädagogik, mitunter auch für AbsolventInnen von Konzertfachstudien, DirigentInnen und/oder KomponistInnen bieten. Die Professionalisierung von Musikschulen, die bereits in den 1970er Jahren begann, brachte grundlegende und vielfältige Veränderungen im Selbstverständnis der Institution Musikschule und im Berufsbild der Musikschullehrenden mit sich.

Die Musikschule organisiert, initiiert und gestaltet musikalisch-künstlerische Bildung eigenständig und auch in nachhaltigen Kooperationen und verknüpft damit non-formales Lernen mit formalem und informellem Lernen.

Die in hohem Maß individualisierten und flexibilisierten Bildungswege, die dafür notwendigen ausdifferenzierten Berufsprofile und die vielfältigen externen Partner stellen Musikschulen als Organisationen, ihre Leitung und Lehrenden vor große Herausforderungen. Die dafür notwendigen Freiräume innerhalb der jeweiligen Organisation zu schaffen, die Handlungskoordination aller Akteure der musikalischen Bildungs- und Kulturlandschaft zu gestalten und die Qualitätsentwicklung des Unterrichts sicherzustellen und weiterzuentwickeln sind nur einige der vielfältigen Forschungsthemen.

Im Rahmen dieser Plattform kooperiert das IMP besonders mit dem Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM).

Kontakt: Michaela Hahn